Private Schildkrötenstation Meerbusch

Familie: Chelydridae (Gray 1831)
Alligatorschildkröten

Monotypische Gattung
Gattung, die nur eine beschriebene Art enthält.

Gattung: Macrochelys (Gray 1855)

Geierschildkröten

Art:

Macrochelys temminckii (Harlan 1835)
Alligator snapping turtle / Geierschildkröte

Vorkommen: In den Golf von Mexiko mündende Flüsse vom nordöstlichen Florida bis zum mittleren Texas, nordwärts bis zum südlichen Illinois

Macrochelys temminckii

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geierschildkröte 

Macrochelys temminckii (Harlan 1835)

Größe:
Macrochelys temminckii erreicht eine Größe von bis zu 90 cm Carapax Länge und kann bis zu 80 kg schwer werden. Männchen werden in der Regel größer aus die Weibchen.

Aussehen:
Der Carapax von Macrochelys temminckii weist eine beige, braune, graue oder auch schwarze Grundfärbung auf. Der stark höckerartige Panzer weist drei Kiele auf, die auch im Alter gut sichtbar bleiben. Der hintere Rand des Carapax ist grob gesägt.
Der Kopf von Macrochelys temminckii ist sehr massig und besitzt einen großen hackenförmigen Schnabel, welcher der Schildkröte ihren Deutschen Namen gab. Der Kopf und die Halsregion sind mit groben Tuberkeln besetzt.
Der sehr lange Schwanz der Schildkröte besitzt an seiner Oberseite einen Höckerkiel.
Die Weichteile weisen eine beige, graue oder bräunliche Färbung auf und sind auf der Unterseite heller als auf der Oberseite.
Auf ihrer Zunge befindet sich ein roter wurmähnlicher Fortsatz, mit dem sie Fische anlockt. Sie liegt dann ganz ruhig mit weit geöffnetem Maul am Grund des Gewässers und wartet darauf, dass ein Fisch auf den Köder reinfällt um dann blitz schnell das Maul wieder zu schließen.

Lebensweise:
Macrochelys temminckii bewohnt Flüsse, Seen und größere Teiche mit reicher Vegetation und weichen, schlammigen Bodengrund.
Die Schildkröten leben sehr stark aquatisch und verlassen ihr Gewässer in der Regel nur zur Eiablage. Meist sonnt sie sie im Flachwasserbereich ihres Gewässers, eher selten verlässt sie es zum sonnenbaden ganz.

Nahrung:
Die Hauptnahrung von Macrochelys temminckii besteht wohl aus Fischen, sie frisst aber auch Wasservögel, Amphibien, Reptilien, kleinere Schildkröten, Schnecken und Würmer.

Fortpflanzung:
Die Paarungszeit von Macrochelys temminckii ist von Februar bis Mai. Einige Wochen später, von April bis Juni erfolgt dann die Eiablage. Ein Gelege kann aus 10 bis 50 Eiern bestehen und sie benötigen circa 95 bis 110 Tage bis zum Schlupf. 

Besonderheiten:
Die Geierschildkröte wurde bis zum Jahre 1999 nach Deutschland importiert. Sie ist seit Ende 1999 nicht mehr im Handel erhältlich. Sie unterliegt genau wie die Schnappschildkröte einem Besitzverbot, welches sich nur auf die Bundesrepublik Deutschland beschränkt.  

 

Quellenverweis:

Vetter, Holger (2004)
Terralog, Schildkröten der Welt Band 2, Nordamerika
Terralog, Turtles of the World Vol. 2, North America
Edition Chimaira/Verlag ACS GmbH (AQUALOG)

Rogner, M. (1995)
Schildkröten 1
Heidi-Rogner-Verlag

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